Daten

Originalfoto

Beschreibung

Peugeot 305 GL BJ79

(Alfred von 1987-1992)

gekauft Mitte 1987
Kaufpreis: 2000 DM

verschrottet


Motor

Benziner (Normal verbleit)

1290ccm Hubraum
44kW/60PS
4-Gang-Getriebe
keine Startautomatik, Choke

Der Wagen war mit 60PS prinzipiell nicht "übermotorisert". Der Wagen war vorher unser Familienwagen. Wir fuhren vorher einen VW-Käfer, da waren die 60PS schon ein Fortschritt
Höchstgeschwindigkeit lag bei ca. 145 km/h.

Bereifung

145 / 80 R13 ?? Michelin

Genauere Maße kenne ich leider nicht mehr, aber schmal waren sie. Winterreifen waren noch schmäler, das waren 135 er!
Besonderheit:
Die Räder hatten nur drei Befestigungsschrauben, waren mit keinem anderen Auto kompatibel

Verbrauch

Sommer: ca. 8,5 l/100km
Winter: ca. 9-11 l/100km
Gesamt: ca. 9 l/100km

Unter heutigen Gesichtspunkten eigentlich ein Säufer, aber damals kostete der Liter Benzin noch so um die 0,80 - 1,00 DM!!!
Verbrauch war damit eher nebensächlich, auch wenn mich Spitzenwerte von 13 l/100km im Winter (viel Kurzstrecke) schon nachdenklich stimmten!
Damals hatte ich noch hohe Versicherungseinstufungen, deswegen kann ich keine näheren Angaben darüber machen, ob das Auto versicherungstechnisch günstig war.

Modell

"GL"

Das war das Basismodell. Darüber gabs dann noch einen SR mit 74PS.
Ende der 80er gabs noch ein Face-Lift, dann gabs GR, SR, GT (mit 1,6l 90PS)
Der GT wurde von meinen Eltern später gefahren, war ein nett ausgestattetes Auto mit elektr. Schiebedach und elektr. Fensterhebern.

Ausstattung:

eigentlich keine nennenswerte

Trotzdem war das Auto für damalige Verhältnisse recht komfortabel ausgestattet.Zigarettenanzünder etc...
Für ehem. VW-Käfer Fahrer bedeutet eine funktionierende Lüftung UND Heizung schon so was wie Luxus!
Ebenso 4 Türen und einen Kofferraum, der diese Bezeichnung auch verdient...

Farbe

Eierschalen-Weiss

die Farbe dunkelte mit zunehmendem Alter leicht nach, und war dann irgendwie elfenbeinfarben

Besonderes

Reparaturen:

  • Zylinderkopfdichtung defekt
  • zweimal Anlasser defekt

  • Bremsen defekt
  • Federbeinaufhängung hinten durchgerostet


  • war sehr teuer, ca. 900DM!
    pro Anlasser ca. 250DM
    der erste Austausch-Anlasser hielt genau 8 Monate (mit 6 Monaten Garantie...)
    Details kenne ich nicht mehr, war auch teuer
    Das führte so langsam zum Exodus des Wagens.
    Reparatur war nicht extrem teuer, aber TÜV stand an, und der Wagen hätte den TÜV nicht überstanden
    Beim Verschrotten hatte der Wagen nach 15 Jahren ca. 150000km, und wurde teilweise nur noch vom Rost zusammengehalten

    Anmerkungen

    Der Wagen wurde gebraucht mit ca. 60000km von mir von meinen Eltern abgekauft
    Vorbesitzer: 2 (davon 1 Rentner)

    Der Wagen war beim Kauf ca. 10000km gelaufen.

    Zustand: befriedigend

    Das Auto war eine sehr komfortable Sänfte. Der Wagen entsprache komplett den damals herrschenden Ansichten, wie französische Autos sein sollen:
    extrem weich gefedert.
    bei voller Besetzung schlug die Federung schnell durch...
    Trotzdem haben wir bislang wohl kaum ein bequemeres Auto gefahren. Viel Platz!
    Wagen war absolut NICHT zuverlässig. Bin öfters mal liegengeblieben.
    So ab 100000km tauchte ein Phänomen auf:
    Der Wagen startete nach längerer Standzeit (so ab 6-8 Stunden, also über Nacht oder nach langen Vorlesungstagen) nur noch widerwillig mit langem "Orgeln".
    Morgens nur, wenn man die Motorhaube öffnete, einen Heizlüfter (mindestens 5 Minuten) in den Motoraum stellte.
    Dann startete er aber beim ersten Anlassen.
    Keine Abhilfe durch stärkere Batterien, neue Zündkabel, neue Verteilerdose, Verteilerfinger, stärkere Zündspule etc.
    Werkstatt war ratlos.
    Nach einem einwöchigem Urlaubsaufenthalt in Italien sprang der Wagen aber sofort wieder an.
    Der Wagen liebte warmes Wetter...

    Kennzeichen

    OAL-TH 67

    Das Kennzeichen läuft wieder...

    Im Nachhinein waren wir mit dem Wagen recht zufrieden. Es blieben schöne Erinnerungen, auch wenn mich der Wagen damals meine letzten Märker und Nerven gekostet hat.

    Auf unserem Urlaubstrip nach Italien (Adria) gabs aber überhaupt keine Pannen.
    Wir waren recht viel unterwegs mit diesem Wagen, und haben einiges damit erlebt...
    z.B. Heimfahrt von Wochenend-Südtirol-Trip:
    Tanken am Reschenpaß mit 20 Schilling Kleingeld, Heimfahrt mit dem letzten Tropfen Benzin, da wir den größten Teil unseres Bargelds verloren haben...

    Platz gabs genügend im Auto, aber Rückbank ließ sich nicht umklappen, Kofferraum nicht erweitern...

    Allgemeiner Eindruck: teures Einsteigerauto

    Trotzdem ist das wohl der Wagen, der am meisten Emotionen geweckt hat, und an dem die meisten Erinnerungsn hängen.
    Der Wagen erfüllte aber vollkommen das "Klischee" vom ausländischen, unzuverlässigen und teuren Auto
    In seinen letzten Monaten bröselte der Wagen vollkommen auseinander, Bremsen wieder defekt (fast keine Bremswirkung mehr)...